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Zuckerrübe, © getreidekonservieren.de
Zuckerrübe, © getreidekonservieren.de

BMEL / 17.05.2021
Bundeslandwirtschaftsministerium fördert innovative Forschungsvorhaben zur Zuckerrübe

Uwe Feiler überreicht Förderurkunden über 620.000 Euro an die Projektnehmer zum Start des Projektes PENTA-Resist

Pressemitteilung / (Berlin/Bonn) Um das „Syndrom Basse Richesse“ (SBR), eine neue und gefährliche bakterielle Erkrankung der Zuckerrübe in Deutschland, zu untersuchen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Vorhaben „PENTA-Resist“ mit 620.000 Euro. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde heute vom Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Uwe Feiler, übergeben.

Uwe Feiler: „Die Zuckerrübe ist eine leistungsstarke Fruchtart. Als Sommerung und Blattfrucht bereichern Zuckerrüben die verbreiteten Fruchtfolgen mit einem hohen Anteil an Wintergetreide und tragen damit zur Vielfalt der Lebensräume in der Agrarlandschaft bei. Unser Ziel ist daher, mit dem Forschungsvorhaben Methoden zur Bekämpfung der Krankheit und damit zur Ertragssicherung zu entwickeln. Mit diesem neuen und wichtigen Forschungsfeld ergänzen wir zudem unsere bereits breit aufgestellten Förderaktivitäten zur Zuckerrübenforschung.“

Zum Projekt:

Das Vorhaben wird einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Biologie des Pathogens und seines Vektors leisten. Hieraus könnten sich neue Lösungsansätze für das Monitoring ergeben und Methoden zur Bekämpfung und Ertragssicherung entwickelt werden. Die Erkenntnisse sind für die Entwicklung von Ausbreitungsmodellen zur Risikoanalyse von großer Bedeutung. Die vorhergesehene Identifizierung von toleranten bzw. resistenten Rüben-Genotypen soll mittelfristig zur Entwicklung von Resistenzmarkern für die Züchtung widerstandsfähiger Sorten beitragen. Darüber hinaus wird durch die entwickelte Methode zur vektorunabhängigen Pathogenübertragung ein schnelleres Screening resistenter Genotypen ermöglicht.

Projektnehmer:

  • Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e.V. (GFPi) (Gesamtkoordination)
  • Universität Göttingen, Fakultät für Agrarwissenschaften, Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Abteilung Agrarentomologie
  • Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI)

Hintergrund:

Das „Syndrom Basse Richesse“ (SBR) ist eine relativ neue bakterielle Erkrankung der Zuckerrübe in Deutschland, dessen Erreger, das γ-Proteobakterium Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus, durch die Saugaktivität der Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus) übertragen wird. Die Erkrankung führt zu einem verminderten Zuckergehalt in der Rübe und kann damit zu signifikanten Ertragseinbußen von bis zu 50 Prozent führen.

weitere Informationen: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), www.bmel.de

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