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Banknoten, © getreidekonservieren.de
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Deutscher Bauernverband / 11.09.2019
Eigenvorsorge der Landwirte stärken

Reiner Holznagel, Präsident des Steuerzahlerbundes, in Deutscher Bauern Korrespondenz

Pressemitteilung / (Berlin) „Weil Wetterextreme Auswirkungen auf die Grundversorgung mit Lebensmitteln, auf unsere Kulturlandschaft und das Tierwohl haben können, müssen wir die Landwirtschaft unterstützen.“ Das betont der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, in einem Gastbeitrag der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk). Das Mitgliedermagazin des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bilanziert die Ernte 2019 in der Septemberausgabe im Schwerpunkt.

Konkret empfiehlt Holznagel eine Stärkung der innerbetrieblichen Risikovorsorge: „Gute Eigenvorsorge ist das A und O! Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch – auch wir als Bund der Steuerzahler haben uns eingebracht, denn das Steuerrecht bietet hier wichtige Ansatzpunkte.“ Die Gewinnglättung stehe bereits im Gesetz, so Holznagel, und ermögliche es, Gewinnschwankungen durch Wetterkapriolen wie Dürre, Frost und Hagel in aufeinanderfolgenden Jahren auszugleichen. Allerdings werde die Regelung bislang nicht angewendet, da die Vorschrift noch mit der EU-Kommission abgestimmt werden musste. Holznagel zeigt sich in der dbk optimistisch, dass mit dem Jahressteuergesetz 2019 eine nachgebesserte Fassung in Kraft treten werde.

Darüber hinaus verweist Holznagel auf die Diskussion über eine „betriebsinterne Klimarücklage“ in Deutschland: „In guten Jahren werden Betriebsgewinne steuermindernd in ein Rücklagenkonto eingestellt, das in Notsituationen schnell aufgelöst wird, ohne bis zur nächsten Steuererklärung warten oder einen Antrag bei einer Behörde stellen zu müssen.“

„Eine automatische Entschädigung mit Steuergeld kann keine Dauerlösung sein. Die beste Lösung ist eine Absicherung in Eigenregie“, so Holznagel mit Blick auf staatliche Dürrehilfen. Dazu könne auch eine niedrigere Versicherungssteuer für Mehrgefahrenversicherungen in der Landwirtschaft beitragen. Holznagel: „Aktuell liegt der Steuersatz bei stattlichen 19 Prozent, was die Versicherung jedoch unattraktiv macht.“

weitere Informationen: Deutscher Bauernverband, www.bauernverband.de

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