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Bauernpräsident Walter Heidl , © BBV/Kay Blaschke
Bauernpräsident Walter Heidl , © BBV/Kay Blaschke

Bayerischer Bauernverband / 03.03.2022
Krieg in der Ukraine: „Dem Leid und der Not begegnen“

Bauernpräsident Heidl ruft zu Hilfen und politischen Kurskorrekturen auf und fordert Korrekturen im Sinne der Lebensmittelversorgung.

Pressemitteilung / (München) Die von Russlands Präsident Wladimir Putin nach wie vor forcierten, kriegerischen Angriffe in der Ukraine verurteilt der Bayerische Bauernverband aufs Schärfste. „Die Kampfhandlungen bringen den Menschen Leid und Not. Der Westen muss Russland mit Sanktionen und Diplomatie dazu bringen, den Krieg zu beenden“, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. „Aktuell jedoch ist das ukrainische Volk vor allem auf Solidarität und Hilfsbereitschaft angewiesen. Oberste Priorität muss deshalb im Moment die humanitäre Hilfe für die ukrainische Bevölkerung haben.“ Entsprechend hat der Bayerische Bauernverband auch an Bäuerinnen und Bauern appelliert, nach Möglichkeit Unterkünfte vor allem für geflüchtete Frauen und Kinder bereitzustellen und sich mit Spenden an anerkannte Hilfsorganisationen zu wenden.

Die Bundesregierung und die EU-Kommission sprechen wegen der russischen Aggression gegen die Ukraine bereits von einer „Zeitenwende“. „Neben den Maßnahmen in der Außen- und Sicherheitspolitik, sind auch politische Kurskorrekturen nötig, um die Versorgungssicherheit mit Lebensmittel, Betriebsmitteln, Energie und Rohstoffen aufrecht zu erhalten. Ernährungssicherung und Versorgungssicherheit müssen wieder zentrales Ziel in der EU sein“, fordert Heidl. „Bei den bisherigen Vorschlägen der EU-Kommission beim Green Deal und für großräumige Unterschutzstellungen in Wäldern und bei Landwirtschaftsflächen braucht es entsprechende Nachjustierungen und einen Verzicht auf Zwangsstilllegungen.“ Unter anderem seien auch verlässliche Rahmenbedingungen für zum Beispiel Biogas, Biokraftstoffe und Holz aus regionaler Erzeugung nötig, um unabhängiger von Energieimporten zu werden.

Bei der neuen EU-Agrarpolitik ab 2023 müsse in Brüssel und Berlin jetzt Initiative ergriffen werden, um angesichts der außergewöhnlichen Umstände zum Beispiel Regeln auszusetzen, die beste Landwirtschaftsflächen von der Erzeugung von Lebensmittel ausschließen würden. „Das Prinzip nachhaltiger Landbewirtschaftung kann und muss aufrechterhalten werden, doch auch die Versorgungssicherheit muss von Bundesregierung und EU-Kommission in den Blick genommen und aufrechterhalten werden“, sagt Heidl.

Einen aktuellen Aufruf von Bauernpräsident Walter Heidl und Landesbäuerin Anneliese Göller für Spenden und Hilfen finden Sie hier.

weitere Informationen: Bayerischer Bauernverband, www.bayerischerbauernverband.de

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