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Futtermischwagen befüllen, © getreidekonservieren.de
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DLG / 30.04.2022
DLG zeichnet drei TMR-/PMR-Stabilisatoren von Schaumann mit Qualitätssiegeln aus

Erstmalige Vergabe des DLG-Qualitätssiegels in dieser Produktgruppe / neue Prüfrichtlinie erarbeitet / aerobe Stabilität der Mischrationen im Laborsiloversuch bestätigt

Pressemitteilung / (Frankfurt am Main) Das DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel hat die drei Produkte Schaumasil 5.0, Silostar Liquid und Silostar TMR Protect der H. Wilhelm Schaumann GmbH aus Pinneberg jeweils mit einem DLG-Qualitätssiegel ausgezeichnet. Damit wurden erstmals Produkte aus der Produktgruppe der TMR-/PMR-Stabilisatoren prämiert, die die aerobe Stabilität der bereits gemischten Rationen verbessern und so die Futteraufnahme sowie die Gesundheit und das Leistungsvermögen der Tiere fördern können.

Für die Prüfung der TMR- und PMR-Stabilisatoren haben die Experten des DLG-Testzentrums und die neutrale und unabhängige DLG-Prüfungskommission für Siliermittel eigens eine neue Prüfrichtlinie erarbeitet und verabschiedet. Die Prüfungen umfassen eine analytische Kontrolle der Zusammensetzung des Produkts sowie die Prüfung der Wirksamkeit im Hinblick auf die Stabilisierung von Teil- oder Totalmischrationen, die als Bestandteil frische Silagen enthalten. Der zweite Prüfungsteil wird im Laborsiloversuch über den Vergleich einer behandelten Mischration mit einer unbehandelten Negativ- sowie einer standardisierten Positiv-Kontroll-Mischration geprüft. Die drei Schaumann-Produkte Schaumasil 5.0, Silostar Liquid und Silostar TMR Protect, die sich in ihren Anwendungsgebieten und Wirkstoffzusammensetzung unterscheiden, wirken konservierend, sichern so die aerobe Stabilität und unterdrücken das Wachstum von Schimmel und Hefen. Sie konnten diese Wirkung in der umfangreichen Verleihungsprüfung des DLG-Testzentrums auch nachweisen.

Ziel einer TMR- oder PMR-Futterstrategie ist es, den Tieren eine gut gemischte Basisration aus Raufutter, Kraftfutter, Vitaminen und Mineralien vorzusetzen, die möglichst wenig Variation in der Zusammenstellung aufweist. So wird eine Selektion am Fressgitter vermieden und die pH-Wert-Schwankungen im Pansen werden reduziert. Über die dadurch erzielte höhere Futteraufnahme und -verwertung können auch höhere Leistungen erreicht werden. Während bei der TMR (Total Mixed Ration) alle Nährstoffe über die Mischration gefüttert werden, wird bei der PMR-Strategie (Partial Mixed Ration) nur das Rohfutter und ein Teil des Kraftfutters gemischt vorgelegt, während die Tiere leistungsabhängig zusätzliches Kraftfutter über Kraftfutterstationen, im Melkstand oder Melkroboter erhalten.

„In der Praxis ist die Arbeitsweise bei beiden Fütterungsstrategien die Gleiche: Je nach Größe des Futtermischwagens wird in der Regel ein- bis zweimal am Tag eine Ration vorbereitet, am Trog vorgelegt und anschließend immer wieder angeschoben“sagt Dr. Michael Eise, Projektleiter für Betriebsmittel am DLG-Testzentrum. Er fügt hinzu: „Je nach Qualität der Ausgangssilage können genau an diesem Punkt die Schwierigkeiten beginnen, denn durch das Mischen wird die Silage aufgelockert und kommt von allen Seiten in Kontakt zur Umgebungsluft – mit allem Problemen in Bezug auf die aerobe Stabilität, die man auch am Silostock kennt.“

Mit einer über die TMR-/PMR-Stabilisatoren vermittelten höheren aeroben Stabilität verlängert sich der Zeitraum, bis eine Nacherwärmung des Futters und ggf. ein Pilzbefall mit Verlusten in der Trockenmasse auftritt. Vor allem wird aber vermieden, dass bereits vorher die Schmackhaftigkeit des Futters leidet, was zu geringeren Futteraufnahmeraten und demzufolge geringeren Veredelungsleistungen führt. Auch eine mögliche, wenngleich nur im geringen Umfang wahrscheinliche Mycotoxinproduktion, die sich trotzdem auf Dauer negativ auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit der Tiere auswirken würde, wird verhindert.

weitere Informationen: DLG, www.dlg.org

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