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Zuckerrübenernte, © getreidekonservieren.de
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Deutscher Bauernverband / 06.07.2022
Landwirte brauchen jetzt Klarheit in der GAP-Förderung ab 2023

Rukwied zur Sonder-Amtschefkonferenz

Pressemitteilung / (Berlin) Anlässlich der Sonder-Amtschefkonferenz (ACK) der Landwirtschaftsministerien zum GAP-Strategieplan am 6. und 7. Juli in Magdeburg fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, endlich ein klares Signal zum Zeitplan und den Vorgaben zu geben: „Wir Bauern beginnen unmittelbar nach der laufenden Ernte mit den Anbaumaßnahmen für das kommende Jahr. Daher drängt die Zeit erheblich. Wir müssen beispielsweise wissen, ob wir im kommenden Jahr Weizen auf Weizen anbauen dürfen. Es geht um praktikable Regelungen bei der sogenannten Konditionalität. Wenn wir hier keine zügige politische Entscheidung erhalten, muss die jetzige GAP-Förderung noch einmal um ein Jahr verlängert werden.“

Rukwied kritisiert zudem die von der Bundesregierung geplante Kürzung der regulären Mittel für die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) um 195 Millionen Euro auf nur noch 529 Millionen Euro in 2023: „Damit schwächt die Bundesregierung die Förderung der Agrarstruktur und der Ländlichen Räume. Den Ländern wird eine stabile nationale Kofinanzierung der Zweiten Säule im GAP-Strategieplan entzogen. Eine solche Kürzung der GAK ist nicht hinnehmbar. Zusätzliche Aufgaben beim Umbau der Tierhaltung benötigen ‚frisches Geld‘.“

In einem Anliegenpapier zur ACK fordert der Deutsche Bauernverband, die GAP-Förderung attraktiver für die Landwirte zu gestalten. Dazu gehört, die Prämiensätze bei Eco Schemes anzupassen und fachlich notwendige Regelungen bei der Konditionalität zu erhalten. Zudem müssen Antragsverfahren vereinfacht werden und eine verlässliche Auszahlung gewährleistet werden.

weitere Informationen: Deutscher Bauernverband, www.bauernverband.de

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