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DLG / 19.08.2020
Ackerbarometer 2020: So lief die Ernte

Digitaler Service von Praktikern für Praktiker – Gemeinsame Initiative von raiffeisen.com, DLG und ADAMA

Pressemitteilung / (Frankfurt am Main) Sowohl bei Wintergerste als auch bei Raps und Winterweizen waren die Erträge von Anfang an sehr unterschiedlich. Naturalgewichte bei Gerste und Weizen hoch bis sehr hoch. Proteingehalte bei Weizen enttäuschend, gegen Ende besser. Fallzahlen hoch bis sehr hoch. Raps mit teilweise sagenhaften Ölgehalten. So lauten die Ernteergebnisse, die zahlreiche Landwirte an das Ackerbarometer 2020 meldeten. Das Ackerbarometer ist eine Initiative von raiffeisen.com, der Firma ADAMA und der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). Es liefert ganzjährig aktuelle Informationen für Praktiker. Das Ackerbarometer ist über die Webseiten der drei Partner zu erreichen.

Wintergerste mit hohen Spitzenerträgen

Die Erträge der Wintergerste waren vom Anfang bis zum Ende der Ernte von einer großen Spannweite geprägt, auch bei denselben Sorten. Dort, wo die Bestände nicht von Frost, Wassermangel oder Mäusen geschädigt waren, drosch die Gerste im Verlauf der Ernte immer öfter über 100 dt/ha, in der Spitze bis 127 dt/ha. Die vielen Ausreißer nach unten (teilweise nur 18 dt/ha) drückten den Schnitt auf 81 dt/ha. Auch die Feuchtigkeitsgehalte schwankten stark von 12 bis 16 %. Die Naturalgewichte waren generell hoch, nur selten unter 62-63 kg/hl in der Spitze bis 75 kg/hl. Insgesamt meldeten die Landwirte rund 250 Ergebnisse aus ganz Deutschland.

Raps zeigte, was in ihm steckt

Die Rapsernte startete mit Ölgehalten, die teilweise sprachlos machten (bis knapp 50 %). Die Ölgehalte waren gegen Ende der Ernte zwar nicht mehr so extrem, lagen aber zuverlässig über 40 % und erreichten in der Spitze immer noch stolze 45 %. Der Ertrag schwankte wie bei allen großen Feldfrüchten stark. Im Schnitt aller Meldungen (111 an der Zahl) stand ein Wert von 43 dt/ha.

Winterweizen: Enttäuschende Proteinwerte, hohe Fallzahlen

Der Weizen drosch auf der einen Seite bis zu 142 dt/ha. Auf der anderen gab es Totalausfälle mit nur 7 dt/ha. Die Erträge verstetigten sich im Lauf der Ernte, streuten aber immer noch stark. Gegen Ende der Ernte überschritten sie immer öfter die 100-dt/ha-Marke. Der Durchschnittsertrag lag (bei insgesamt 128 Meldungen) bei 92 dt/ha. Die Naturalgewichte erreichten nur gegen Ende der Ernte auch mal weniger als 80 kg/hl. Die Spitze markiert der Wert 94 kg/hl. Die gemeldeten Fallzahlen lagen zu Beginn der Ernte zwischen 300 und 365 sec, steigerten sich bis 445 sec und erreichten gegen Ende immer noch mehr als 300 sec. Ein Knackpunkt waren von Anfang an die Proteinwerte. Selbst mancher A-Weizen schaffte keine 12 %. Die Werte konnten zwar gegen Ende der Ernte zulegen und öfter die 13-%-Hürde nehmen, aber auch eine 11 vor dem Komma war bis zuletzt keine Seltenheit.

Die Story geht weiter

Wer wissen will, was auf Deutschlands Äckern geschieht, kommt am Ackerbarometer 2020 nicht vorbei. Hier bekommen Landwirte aktuell Rückmeldung über den Stand der Ernte. Als nächste große Feldfrucht steht die Ernte von Mais (Silomais, CCM, Körnermais, Energiemais) an.

Neben Informationen zur Getreide-, Raps- und Maisernte stehen die Themen Aussaat und Pflanzenschutz im Fokus des Ackerbarometer. Hier kann zum Beispiel nachgelesen werden, in welcher Fruchtart zu welchem Zeitpunkt welche Pflanzenschutzmittel mit welcher Aufwandmenge ausgebracht wurden.

Das Ackerbarometer ist eine Initiative von raiffeisen.com, der Firma ADAMA und der DLG. Es ist über folgende Websites zu erreichen:

DLG: www.dlg.org/ackerbarometer
Raiffeisen: www.raiffeisen.com/pflanzen/erntebarometer
ADAMA: www.myadama.com/services/ackerbarometer

weitere Informationen: DLG, www.dlg.org

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