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DLG-Prüfberichte, © DLG
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DLG / 21.08.2020
DLG-Prüfberichte zu den Isofluran-Narkosegeräten veröffentlicht

Sieben Geräte in fünf Berichten – Prüfergebnisse zu aktuellen Anforderungen

Pressemitteilung / (Frankfurt am Main) Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) hat die ausführlichen Prüfberichte zu den Isofluran-Narkosegeräten für die Ferkelkastration veröffentlicht. Die Prüfergebnisse von sieben Gerätevarianten sind in fünf Berichten zusammengefasst und können unter http://bit.ly/narkosegeraete kostenfrei von der DLG-Homepage heruntergeladen werden. Kern der Prüfberichte stellt jeweils die „Beurteilung kurzgefasst“ dar, in der die Ergebnisse für die einzelnen Prüfkriterien zusammengefasst und bewertet sind. Es folgen eine Beschreibung der Prüfmethoden und die ausführliche Darstellung der Prüfergebnisse.

  • Prüfbericht 7080: Promatec Automation GmbH, Isofluran-Narkosegerät „PorcAnest 3000“ mit 3 Narkosestationen
  • Prüfbericht 7081: BEG Schulze Bremer GmbH, Isofluran-Narkosegerät „PigNap 4.0“ mit 4 Narkosestationen
  • Prüfbericht 7082: GDO GmbH, Isofluran-Narkosegerät „Anestacia“ mit 3 oder 4 Narkosestationen
  • Prüfbericht 7089: MS Schippers, Isofluran-Narkosegerät „MS Pigsleeper“ mit 3 oder 4 Narkosestationen
  • Prüfbericht 7090: Pro Agri GmbH, Isofluran-Narkosegerät „PigletSnoozer“ mit 4 Narkosestationen

Die Verzögerung bei der Veröffentlichung der Prüfberichte ist einer Entscheidung der unabhängigen DLG-Expertenkommission geschuldet, die zum Ende des Zertifizierungsprozesses noch einmal zur Nachjustierung der Geräte führte:

War der Narkosegasfluss vorher auf eine Einleitungsphase von mindestens 70 Sekunden bis zum Kastrationsbeginn begrenzt, muss der Isofluranfluss nun für weitere mindestens 15 Sekunden aufrechterhalten werden, sodass sich eine Gesamt-Narkosedauer von mindestens 85 Sekunden ergibt. Hintergrund für diese Forderung der Expertenkommission ist, dass Isofluran nur eine sehr kurze Verweildauer im Körper hat, sodass nach Ende des Narkosegasflusses sehr schnell die Aufwachphase eingeleitet wird. Infolgedessen schliefen betäubte Ferkel besonders bei einem verzögerten Kastrationsbeginn nicht tief genug bis zum Ende der Operation, sodass bei den Praxistests vermehrt Abwehrreaktionen zu beobachten waren. Die Narkoseverlängerung soll gewährleisten, dass eine sichere und ausrechend tiefe Betäubung während des kompletten Kastrationsvorgangs aufrechterhalten wird.

Die Gerätehersteller haben in Nachmessungen belegt, dass sie für die Geräte eine Verlängerung der Narkosedauer eingerichtet haben, und eine sichere Betäubung auch nach der Umstellung gewährleistet ist. Einige Hersteller verknüpften die verlängerte Isofluranzufuhr mit weiteren Optimierungen am gasführenden System, deren Wirksamkeit ebenfalls belegt werden musste.

weitere Informationen: DLG, www.dlg.org

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