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Hühnermobil Innenansicht, © getreidekonservieren.de
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BMLEH / 13.01.2026
BMLEH schreibt Tierschutzforschungspreis 2026 aus

Pressemitteilung / (Berlin) Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat den Tierschutzforschungspreis 2026 ausgeschrieben. Bis Ende März können Nominierungen für die Auszeichnung eingereicht werden. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die zur Verbesserung des Schutzes von Versuchstieren und zur Weiterentwicklung von tierschonenden Forschungsverfahren beitragen. Er wird in zwei Kategorien vergeben und ist insgesamt mit 150.000 Euro dotiert.

Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Silvia Breher: „Bislang sind Tierversuche in Wissenschaft und Forschung noch nicht verzichtbar. Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass sich das möglichst rasch ändert. Mit unserem Tierschutzforschungspreis würdigen wir jene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in ihrer Arbeit der Suche nach bestmöglichen Alternativen gewidmet haben. Mit ihren Projekten zeigen sie Wege auf, wie Tierversuche immer weiter reduziert werden können.“

Das BMLEH setzt sich national und international für eine Verbesserung des Tierschutzes ein. Dabei ist auch das Wohlergehen von Versuchstieren ein wichtiges Anliegen. Daher unterstützt das BMLEH Maßnahmen des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R), Tierversuche auf das unerlässliche Maß zu beschränken und Versuchstieren den bestmöglichen Schutz zu gewähren. Mit dem Tierschutzforschungspreis soll das Engagement für eine Verbesserung des Schutzes von Versuchstieren und die Förderung der sogenannten 3R-Forschung gewürdigt werden. Darunter versteht man die Forschung zum Ersatz von Tierversuchen erstens durch neue Methoden und Technologien (Replace), zweitens die Reduktion der Verwendung von Versuchstieren auf das unerlässliche Maß (Reduce) und schließlich die Verminderung des Leidens der Versuchstiere (Refine).

Die Bewerbung für die erste Preiskategorie für herausragende Forschungsleistungen nach dem 3R Prinzip erfolgt ausschließlich über eine Nominierung. Zur Nominierung berechtigt sind nationale 3R-Zentren, die Leitungen der nationalen Forschungseinrichtungen im Bereich der Lebens- und Naturwissenschaften sowie deutsche Tierschutzorganisationen, die den Schutz von Versuchstieren als ein Schwerpunktthema definiert haben. Die Nominierungen bzw. Bewerbungen sind digital über die Plattform Profi bis 31.03.2026 einzureichen. In der zweiten Preiskategorie wird der wissenschaftliche Nachwuchs auszeichnet. Hier sind Eigennominierungen möglich.

Preis für herausragende Forschungsleistungen nach dem 3R Prinzip:

Die Auszeichnung in dieser Kategorie wird an nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die durch ihre Innovationen einen sehr großen Einfluss auf den Ersatz oder die Reduktion von Tierversuchen erreicht haben, bzw. mit Methoden im Sinne des Tierwohls vor, während und nach dem Versuch (Refinement) maßgeblich zu weniger Leid der Tiere beigetragen haben. Entscheidend ist, dass die Methoden bzw. das Verfahren wissenschaftlich und/oder technisch innovativer als bereits etablierte Methoden sind bzw. eine erhebliche Verbesserung zu existierenden Methoden darstellen. Dotiert ist diese Kategorie mit 100.000 Euro. Für diese Preiskategorie können nur Nominierungen Dritter eingereicht werden..

Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der 3R-Forschung:

Der Preis in dieser Kategorie wird an nationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler bis fünf Jahre nach der Promotion verliehen. Er zeichnet innovative, zukunftsweisende wissenschaftliche Abschlussarbeiten bzw. deren Folgearbeiten aus, die einen nachweislich oder absehbar großen Einfluss auf das 3R-Forschungsfeld haben. Diese Preiskategorie ist mit bis zu 50.000 Euro dotiert. Hierbei ist eine Eigennominierung bzw. eine eigenständige Bewerbung möglich.

weitere Informationen: Bundesministerium Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), www.bmel.de