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AbL / 04.11.2026
Resiliente Landwirtschaft braucht Umweltschutz statt Deregulierung
AbL zum Arbeitsprogramm 2027 der EU-Kommission
Pressemitteilung / (Hamm) Heute hat die EU-Kommission ihren Arbeitsprogramm für 2027 veröffentlicht. Die AbL begrüßt den Fokus auf Klimaanpassung und Resilienz sowie die geplante Wasserinitiative und den Hitzeschutzplan. Eine Aufweichung von Klima- und Naturschutzrichtlinien lehnt sie jedoch entschieden ab. Klimaanpassung und Klimaschutz müssen als untrennbare Aufgaben verstanden und auf EU-Ebene gemeinsam gestärkt werden.
Martin Schulz, Landwirt aus Niedersachsen und AbL-Vorsitzender, erklärt:
„Der Sommer 2026 hat es deutlich gezeigt: Bäuerinnen und Bauern stehen bei den Folgen des Klimawandels in vorderster Reihe. Die Klimafolgen verschärfen die ohnehin schwierige wirtschaftliche Lage vieler Höfe. Deshalb braucht es dringend eine wirksame Strategie zur Klimaanpassung. Doch Anpassung darf nicht auf Kosten von Klima- und Naturschutz gehen. Resilienz bedeutet, die Ursachen der Klimakrise und ihre Folgen gleichzeitig anzugehen. Wassermanagement ist dabei ein zentrales Thema für die Landwirtschaft, und es ist richtig, dass die EU dies mit einer Wasserinitiative aufgreift. Gleichzeitig muss auch der Schutz der Wasserqualität gesichert werden, unter anderem durch die konsequente Einhaltung der Nitrat-Richtlinie. Zu begrüßen ist das Ziel, die Abhängigkeit von Importen fossiler Ressourcen und Energien zu verringern. Für die Landwirtschaft bedeutet das auch, unabhängiger von Mineraldüngern zu werden. Betriebe müssen dabei aktiv unterstützt werden, Dünger gezielter einzusetzen und Alternativen wie den Anbau von Leguminosen müssen gefördert werden. Die EU kündigt an, ihre Klimaziele weiterzuverfolgen. Das darf nicht ins Leere gehen, sondern muss sich 2027 konkret in ihrer Politik widerspiegeln! Eine resiliente Landwirtschaft entsteht nicht durch weitere Vereinfachungspakete und den Abbau von Umweltstandards, sondern durch eine Agrarpolitik, die gezielt Agrargelder für wirksame Klima-, Natur- und Umweltleistungen einsetzt.“
weitere Informationen: AbL / Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., www.abl-ev.de