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Durchwachsene Sylphie, © getreidekonservieren.de
Durchwachsene Sylphie, © getreidekonservieren.de

Landwirtschaftskammer NRW / 16.03.2021
Immer mehr Durchwachsene Silphie in NRW

Pressemitteilung / (Münster) In den vergangenen Jahren haben die Landwirte in NRW immer mehr Durchwachsene Silphie angebaut. Seit 2016 verdoppelt sich die Anbaufläche jährlich und lässt für 2021 eine Ausdehnung auf etwa 300 ha erwarten, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit. Die Silphie lässt sich vielfältig nutzen. Hauptsächlich kommt sie als Futter für Biogasanlagen zum Einsatz. Als Futtermittel in der Rinderhaltung wird sie derzeit getestet.

Wegen ihrer langen und ausgeprägten Blütezeit von Juli bis September ist die Silphie besonders bei Bienen beliebt. Imker stellen ihre Völker in der trachtarmen Zeit gerne neben den gelb-blühenden Flächen auf. Die Pflanzen stehen über mehrere Jahre auf dem Acker. Im Aussaatjahr bildet die Silphie lediglich am Boden eine Rosette, deren Ernte nicht lohnt. Um dennoch etwas ernten zu können, bauen Landwirte eine Mischung aus Mais und Silphie auf ihren Flächen an. Im Herbst wird der Mais geerntet, ab dem zweiten Jahr steht nur noch die Silphie auf der Fläche.

Auch zur Absicherung schwankender Erträge eignet sich die Silphie. Ihr Wurzelsystem kann sich über Jahre aufbauen und in tiefgründigen Böden aus bis zu 1,3 m Tiefe Wasser ziehen. Bei Trockenheit im späten Frühjahr oder Sommer ist das ein großer Vorteil, der sich in der Regel auf den Ertrag auswirkt. Direkt nach der Ernte bildet die Silphie bis zur Vegetationsruhe über Winter neue Blätter und setzt das Wachstum im neuen Jahr noch vor der Aussaat anderer Kulturen fort. Somit ist sie in der Lage, in dieser Zeit Reststickstoff im Boden besser zu binden als andere Pflanzen.

Die Silphie wird auch Kompass- oder Becherpflanze genannt und gehört zur Familie der Korbblütler. Ihren Namen hat die Silphie wegen ihrer auffälligen Blätter. Sie sind an der Blattbasis miteinander verwachsen. Daher sieht es aus, als würde der Stängel durch die Blattpaare hindurch wachsen.

weitere Informationen: LWK Nordrhein-Westfalen, www.landwirtschaftskammer.de

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