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Wildschwein, © getreidekonservieren.de
Wildschwein, © getreidekonservieren.de

R+V / 15.04.2019
Umfrage: Landwirte erwarten Afrikanische Schweinepest in Deutschland

Pressemitteilung / (Berlin) Rund die Hälfte der deutschen Schweinehalter erwartet laut einer Umfrage, dass die Afrikanische Schweinepest bald Deutschland erreicht. Im Rahmen einer Befragung der R+V Versicherung auf www.raiffeisen.com schätzen 48 Prozent das Risiko für Deutschland „eher hoch“ bis „hoch“ ein. Dagegen betrachten 28 Prozent dieses Risiko als „eher gering“ bis „gering“. Genau 406 Sauenhalter und Schweinemäster nahmen bis Ende Februar 2019 an der nicht repräsentativen Befragung teil, von denen 170 alle Fragen vollständig beantworteten.

Obwohl fast jeder zweite Befragte davon ausgeht, dass die meist tödlich verlaufende Krankheit in der Bundesrepublik auftreten wird, erwartet nur ein geringer Anteil, dass sich die eigenen Tiere infizieren. Lediglich 9 Prozent bewerten diese Gefahr als „hoch“, 33 Prozent dagegen als „niedrig“.

Nur die Hälfte hat Schutz durch Ertragsschadenversicherung

Vor den finanziellen Folgen dieser Seuche ist übrigens nur etwa die Hälfte der Befragten (54 Prozent) mit einer Ertragsschadenversicherung geschützt. Eine solche Versicherung kommt – über die Leistungen der gesetzlichen Tierseuchenkasse hinaus – im Seuchenfall umfassend für Ertragseinbußen auf, auch wenn die eigenen Tiere nicht befallen sind. Es genügt, wenn sich der Hof im Sperrgebiet befindet und somit von amtlichen Anordnungen betroffen ist.

Genau 18 Prozent der Teilnehmer wollen im Falle des Eintretens der Afrikanischen Schweinepest ihren Betrieb schließen. Dieser drastische Schritt ist nach Einschätzung des R+V-Agrarexperten Matthias Baum zu einem großen Anteil auf den fortschreitenden Strukturwandel in der deutschen Landwirtschaft zurückzuführen: „Zwischen 2010 und 2018 ist die Zahl der Betriebe mit mehr als fünf Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche von 299.100 auf 267.700 zurückgegangen, was mehr als 10 Prozent aller Betriebe ausmacht. Auslaufende Betriebe ohne Nachfolger sind möglicherweise weniger bereit, in Versicherungen zu investieren“, betont Baum, der das R+V KompetenzCenter AgrarPartner leitet.

„Im Gegensatz dazu stehen die sogenannten Zukunftsbetriebe“, so Baum weiter. „Diese weisen im Regelfall eine höhere Investitionstätigkeit auf und haben damit mehr Eigen- und Fremdkapital im Betrieb gebunden.“ Gerade bei hohem Fremdkapitaleinsatz sei ein finanzieller Schutz durch eine Ertragsschadenversicherung dringend notwendig. Unabhängig von der Afrikanischen Schweinepest sei jedoch zu empfehlen, dass sich landwirtschaftliche Betriebe grundsätzlich gegen existenzbedrohende Gefahren absichern, so der R+V-Experte.

weitere Informationen: R+V Versicherung AG, www.ruv.de

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